16. August 2016, 12:50 Uhr: Gefahrgutunfall Flintsbach

Den wohl größten Einsatz der letzten Jahre hatte die Feuerwehr Flintsbach a.Inn am 16.08.2016 zu bewältigen. Kurz vor 13.00 Uhr kam die Meldung eines Gefahrstoffunfalls in einem Flintsbacher Betrieb in der Hochriesstraße. Eine größere Menge an hochentzündlicher und reizender Flüssigkeit sei nach einem Betriebsunfall ausgelaufen.

Beim Erstalarm wurden neben der Feuerwehr Flintsbach auch die Feuerwehren aus Degerndorf und Rosenheim, sowie Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektor und die UG ÖEL aus Stephanskirchen. Schon bei der ersten Alarmierung wurde neben den normalen Einsatzmitteln des Rettungsdienstes auch die SEG Transport der Malteser Rosenheim und die Sanitätseinsatzleitung mit UG SanEL alarmiert.

Die erste Erkundung mit Unterstützung der Angaben der Betriebsmitarbeiter ergab zum einen das tatsächlich etwa 500 Liter einer hochentzündlichen Flüssigkeit ausgelaufen sind, die zudem reizend auf Atemwege und Haut wirken. Zum anderen konnte gesichert werden, dass sich keine Personen mehr im Betrieb aufhielten.

Aufgrund der gewonnenen Informationen wurden in der Folge die Feuerwehren Heufeld, Kiefersfelden, Brannenburg, Fischbach und Bad Aibling alarmiert um zusätzliches Personal und Material an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben.

Aufgrund erster Messungen wurde zwar eine akute Explosionsgefahr ausgeschlossen, jedoch eine Belastung mit Kohlenmonoxid festgestellt. Da durch die folgenden Arbeiten nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eine Explosionsgefahr noch ergibt, wurde eine Sperrung der sehr nahegelegenen Bahnlinie Rosenheim – Kufstein und Radiodurchsage zur Warnung der Bevölkerung veranlasst.

Die Feuerwehrkräfte mussten in der Folge die ausgelaufene Flüssigkeit mit Bindemittel binden und anschließend wieder aufnehmen und in einen geeigneten Behälter umfüllen. Aufgrund der großen Menge zogen sich diese Arbeiten über mehr als drei Stunden hin. Diese Arbeit, die unter schwerem Atemschutz und speziellen Schutzanzügen durchgeführt werden mussten, war auch aufgrund des warmen Wetters für die Einsatzkräfte äußerst belastend. Im Zuge des Einsatzes mussten auch zwei Feuerwehrleute mit Kreislaufproblemen durch den Rettungsdienst behandelt und zur Überwachung ins Krankenhaus Bad Aibling gebracht werden. Glücklicherweise konnten beide Feuerwehrleute noch am gleichen Abend ohne Beschwerden wieder nach Hause entlassen werden.



Mit den anschließenden Aufräumarbeiten dauerte dieser Einsatz insgesamt sechs Stunden.



Zusammenfassend muss gesagt werden, dass das Zusammenspiel aller Hilfskräfte wirklich sehr gut gelaufen ist und so ein sehr guter Einsatzverlauf ermöglicht wurde. Auch die Zusammenarbeit mit dem Unternehmer war vorbildlich und äußert hilfreich bei der Schadensbekämpfung. Auch die umliegenden Betriebe, die aufgrund der Gefährdung geräumt werden mussten, waren ausgesprochen kooperativ.

Bei diesem Einsatz waren insgesamt etwa 130 Feuerwehrleute, 30 Kräfte des Rettungsdienstes, sowie Notfallmanager Bahn, Polizei und Bürgermeister vor Ort. Die Kräfte gliederten sich wie folgt:
   - Feuerwehr Flintsbach: 3 Fahrzeuge
   - Feuerwehr Fischbach: 2 Fahrzeuge
   - Feuerwehr Degerndorf: 5 Fahrzeuge
   - Feuerwehr Brannenburg: 2 Fahrzeuge
   - Feuerwehr Raubling: 1 Fahrzeug
   - Feuerwehr Bad Aibling: 5 Fahrzeuge
   - Feuerwehr Heufeld: 2 Fahrzeuge
   - Feuerwehr Kiefersfelden: 4 Fahrzeuge
   - Feuerwehr Rosenheim mit Führung: 3 Fahrzeuge
   - Kreisbrandinspektion: 2 Fahrzeuge
   - UG ÖEL (Feuerwehr Stephanskirchen): 1 Fahrzeug
   - Rettungsdienst: mehrere RTW und Notärzte
   - Malteser Rosenheim: SEG Transport mit 2 Fahrzeugen
   - UG SanEL (BRK Rosenheim): 1 Fahrzeug
   - SanEL: Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und Leitender Notarzt
   - Notfallmanager Bahn
   - Polizei PI Brannenburg: 2 Fahrzeuge
   - Polizei Rosenheim: 1 Fahrzeug
   - Bürgermeister Gemeinde Flintsbach





12. Juli 2016, 17.00 Uhr: Baum auf Autobahn

Durch ein Unwetter wurde ein Baum auf die BAB A93 in Richtung Kufstein geworfen. Der massive Baum lag auf Standspur und rechter Spur und war durch den Sturz bereits teilweise zerbrochen.

Glücklicherweise gab es durch den Baum bis zum Eintreffen der Feuerwehr noch keine Folgeunfälle. So blieb es für die Feuerwehrleute aus Flintsbach bei der Beseitigung des Baums von der Fahrbahn und Reinigung der Straße. Nach wenigen Minuten war das Hindernis beseitigt und die Fahrspuren konnten wieder für den Verkehr freigegeben werden.



03. Juli 2016, 08.30 Uhr: 10. Internationaler Jugendtriathlon

Zum zehnten Mal fand in Flintsbach dieses Jahr der Internationale Jugendtriathlon des TSV Brannenburg statt. Und zum zehnten Mal bereits stand die Feuerwehr Flintsbach wie offenbar selbstverständlich bereit um die Lauf- und Radstrecken zu sichern.

26 Feuerwehrdienstleistende standen an diesem Sonntagmorgen bereit um alle Posten zu besetzen. Diese zu finden war angesichts einer parallelen Großveranstaltung von Gebirgsschützen, Musikkapelle und Trommlerzug sehr schwer. Am Ende waren an diesem Sonntag vermutlich alle Feuerwehrler aus Flintsbach irgendwie auf den Beinen...

Am Ende kamen an diesem Tag 149 Dienststunden zusammen und die letzten Kräfte waren dann insgesamt acht Stunden im Einsatz.

Mit im Einsatz war auch die Wasserwacht Flintsbach, die von anderen Dienststellen der Wasserwacht tatkräftig zur Absicherung als Sanitätsdienst und auf der Schwimmstrecke unterstützt wurde.


01. Juli 2016, 21.39 Uhr: Fehlalarm Dachstuhlbrand

Eine optische Täuschung führte am 01. Juli 2016 zu einem Fehlalarm der Feuerwehren in Oberaudorf und Umgebung. Der Anrufer meldete einen Dachstuhlbrand in Niederaudorf und berichtete von sichtbaren Flammen.

Erst die Feuerwehr Niederaudorf, die als erstes an der Einsatzstelle war, konnte Entwarnung geben. Tatsächlich gehörten die Flammen zu einem angemeldeten Feuer, dass über 600 Meter hinter dem vermeintlich brennenden Dachstuhl stattfand. Aufgrund der großen Entfernung war selbst die Leitstelle davon ausgegangen, dass dies tatsächlich ein Dachstuhlbrand sein könnte. 

Die Feuerwehr Flintsbach drehte noch auf der Anfahrt wieder um rückte wieder ein. 



23. Juni 2016, 22.56 Uhr: Brand Altenheim

Ein gemeldeter Brand in einem Altenheim in Kiefersfelden war die Ursache für einen Einsatz am späten Abend des 23. Juni 2016. Mitarbeiter des Heims haben den Brandgeruch wahrgenommen und richtigerweise den Notruf abgesetzt.
Zusammen mit den Feuerwehren aus Kiefersfelen, Mühlbach, Oberaudorf, Niederaudorf, Raubling und Kufstein rückte man zur Einsatzstelle an. Zunächst konnte durch die erkungenden Trupps kein BRand festgestellt werden. Erst eine genauere Suche mit mehreren Wärmebildkameras führt die Einsatzkräfte zum Auslöser: die Elektronik einer Brandschutztüre. Diese hatte einen Defekt und verursachte den Brandgeruch. Glücklicherweise hat sich dadurch noch kein offener Brand entwickelt und die meisten Einsatzkräfte konnten anschließend wieder ohne weiteren Einsatz abrücken.



21. Juni 2016, 10.45 Uhr: LKW-Unfall BAB A93

Ein schwerer LKW-Unfall führt am 21. Juni 2016 zur Alarmierung auf die Autobahn. Ein LKW war offensichtlich einem zweiten LKW aufgefahren. Durch den Aufprall wurde die Ladung aus dem Auflieger bis in das Führerhaus geschoben und hat den Fahrer schwerst eingeklemmt.
Zusammen mit den Kräften der Feuerwehren aus Degerndorf und Nußdorf wurde die Rettung des eingeklemmten Fahrers zunächst vollständig vorbereitet und über Rettungsplattformen ein Zugang für den Rettungsdienst geschaffen. Die eigentliche Rettung wurde dann erst begonnen, als die anwesenden Notärzte ihr OK dazu gaben. Ab diesem Moment wurde beidseitig daran gearbeitet, die instabile Kabine derzeit zu öffnen, dass der Fahrer befreit werden konnte.

Nachdem der Fahrer befreit werden konnte, wurde er noch auf der Autobahn durch die Notärzte chirurgisch erstversorgt und dann in kritischem Zustand mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Rosenheim geflogen.

Am Einsatz beteiligt waren neben den Feuerwehren aus Flintsbach, Degerndorf, Nußdorf und Oberaudorf auch mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes, der Rettungshubschrauber Heli 3, drei weitere Notärzte, die UG-ÖEL und Mitglieder drei Kreisbrandinspektion.




19. Juni 2016, 08.45 Uhr: Verkehrsabsicherung Vereinsjahrtag

Auch der diesjährige Vereinsjahrtag wurde durch 8 Feuerwehrleute der Feuerwehr Flintsbach abgesichert.
So konnte die Strecke zur Kirche und nach dem Gottesdienst wieder zurück vom Verkehr gesperrt werden und somit eine Gefährdung der Teilnehmer aller Flintsbacher Vereine minimiert werden. Zudem wurden unnötige Störungen der Umzüge durch Verkehr verhindert, was dem Vereinsjahrtag den angemessenen Rahmen sicherte.




06. Juni , 11.37 Uhr: Keller unter Wasser

Aufgrund von Bauarbeiten an einer Abwasserleitung kam es zu einem Rückstau in ein Haus in der Maiwandstraße. Der Rückstau verursachte einen Wassereintritt in den Keller, der etwa 5cm hohes stehendes Wasser herbeiführte.

Mit Wassersaugern wurde das Wasser aus dem Keller soweit entfernt, dass der Eigentümer den Rest selbst erledigen konnte.

Insgesamt waren acht Feuerwehrleute der Feuerwehr Flintsbach im Einsatz.




05. Juni 2016, 08.30 Uhr: Unterstützung Bezirksmusikfest

Die Musikkapelle Flintsbach bat für den Festsonntag des Bezirksmusikfestes um Unterstützung der Feuerwehr Flintsbach. Dieser Bitte kam man gerne nach und sorgte für die Verkehrsleitung und Parkplatzeinweisung am Morgen des Festsonntags.

Da die anschließend geplanten Kirchen- und Festzug aufgrund des schlechten Wetters abgesagt werden mussten, wurde die Sperrung und Absicherung der Zugstrecken nicht mehr nötig.

Mit 15 Mann unterstütze man an diesem Tag die Musikkapelle Flintsbach.



26. Mai 2016, 09.00 Uhr: Absicherung Fronleichnam

Die Absicherung der diesjährigen Fronleichnamsprozession übernahmen wieder Einsatzkräfte der Feuerwehr Flintsbach. Durch die möglichst weiträumige Absperrung der Prozessionsstrecke konnte ein ungestörter Festzug ermöglicht werden.



25. Mai 2016, 22.08 Uhr: Ölspur auf BAB A93

Ein geplatzter Motorblock war offenbar die Ursache für eine Ölspur auf der BAB A93 Richtung Kufstein kurz vor der Anschlussstelle Oberaudorf.
Glücklicherweise konnte die österreichische Fahrerin des Fahrzeug noch auf den Standstreifen schwenken, bevor das Auto wirklich Öl verlor. Dadurch war nur die Standspur betroffen und der Verkehr konnte weitestgehend ungehindert weiterfließen.

In Absprache mit der Autobahnmeisterei wurde die Ölspur durch die Feuerwehr selbst beseitigt. Die Absicherung übernahmen auch die Flintsbacher Kräfte, nachdem die Feuerwehr Oberaudorf aufgrund eines technischen Defektes mit dem Sicherungsanhänger nicht ausrücken konnte.



18. Mai 2016, 20.32 Uhr: Taube auf Dach

Zur Rettung einer verletzten Jungtaube wurde die Flintsbach am Abend des 18. Mai 2016 alarmiert. Die Taube wurde durch besorgte tierliebe Anwohner bemerkt, weil sie nicht mehr alleine vom Dach der Gartenlaube wegkam.

Mit drei Mann wurde die Taube auf dem Dach eingekreist und eingefangen. Die Anwohner übergaben die verletzte Taube später dem Vogelschutzbund, die sich dann um das weitere Vorgehen kümmerte.



18.04.2016, 09.52 Uhr: Doppelte Hilfeleistung durch Feuerwehr Flintsbach

Gleich doppelt wurde die Feuerwehr Flintsbach am 18.04.2016 für technische Hilfeleistungen benötigt.
Zunächst wurde man zur Bereinigung und Absicherung einer Ölspur alarmiert, die sich im Bereich des Gewerbegebiets Riedstraße befand. Da die Ölspur bereits in Brannenburg begann, wurde man von der Feuerwehr Degerndorf für den Flintsbacher Bereich nachalarmiert.  Die Beseitigung war nach relativ kurzer Zeit dann erledigt.

Etwa 30 Minuten nach dem ersten Einsatzauftrag wurde noch ein umgefallener Baum auf dem Weg Richtung Staustufe gemeldet, der angeblich den Weg versperrte. Wie sich nach dem Finden des "Baumes" herausstellte, war dieser Notruf des Meldenden wieder ein besonderes Beispiel von Faulheit. Der Ast, der etwa 3 cm dick war, hätte von einem Kinderkartenkind leicht vom Weg gezogen werden. Anstatt das Handy für den "Notruf" zu nutzen hätte hier der Anrufer in gleicher Zeit den Einsatz der Feuerwehr unnötig machen können, indem er den Ast kurz selbst vom Weg räumt.


05. April 2016: LKW-Verkehrsunfälle BAB A93

Gleich zweimal wurde die Feuerwehr Flintsbach am 05. April 2016 zu schweren LKW-Unfällen auf die Autobahn A93 alarmiert.

Der erste Alarm wurde um 08.31 Uhr ausgelöst. Ursache war ein Unfall mit drei LKW, die auf Höhe des Parkplatzes "Kaiserblick" an einem Stauende aufeinander aufgefahren waren. Durch den Unfall war die komplette Autobahn versperrt. Glücklicherweise wurde bei dem Unfall keiner der beteiligten Personen verletzt, wodurch es für die Feuerwehren bei der Absicherung und Reinigung der Einsatzstelle blieb. Der sich stark stauende Verkehr wurde während der Bergungsarbeiten einspurig über den Parkplatz umgeleitet. Neben der Feuerwehr Flintsbach waren die Feuerwehren Degerndorf und Oberaudorf am Einsatz beteiligt.

Um 17.59 Uhr kam es zum zweiten Einsatz auf der Autobahn an diesem Tag. Erneut war ein übersehenes Stauende die Ursache für den Unfall, bei dem ein Sattenzug auf einen anderen LKW aufgefahren war. Der Fahrer des Sattelzuges wurde durch den Unfall in der Fahrerkabine eingeklemmt und schwer verletzt. Durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst wurde der Fahrer medizinisch versorgt und anschließend aus dem Führerhaus befreit. Nach Rettung des verletzten Fahrers wurde die Einsatzstelle gereinigt und letztendlich an die Autobahnmeisterei übergeben. Auch die Feuerwehren Degerndorf und Oberaudorf waren wieder am Einsatz beteiligt.


Fotos: Josef Reisner


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