Wespen und Wespennester

Jedes Jahr wieder treten im Sommer und Herbst die kleinen, gelb-schwarz geringelten Plagegeister vermehrt in der Nähe von Menschen in Erscheinung. Viele Menschen geraten in Panik, wenn Wespen, Hummeln und Hornissen in ihre Nähe geraten oder gar ein ganzes Insektenvolk im Wohnumfeld Quartier bezieht.

Doch ob es sich wirklich um Plagegeister handelt, kann nicht einfach beantwortet werden. Die allermeisten bei uns lebenden Wespen sind sehr friedlich.

Bewahren Sie Ruhe!

Wespen sind von Natur aus weder aggressiv noch stechwütig. Jedoch beweisen sie sich als wehrhaft gegenüber Erschütterungen und hektischen Abwehrbewegungen. Die Tiere verteidigen sich und ihren Nachwuchs - notfalls auch mit dem Stachel.

 

Die wichtigsten Tipps, damit ein unliebsamer Kontakt vermieden werden kann:

  • Decken Sie offene Speisen im Freien ab - die Tiere werden sonst vom Duft angelockt
  • Vermeiden Sie hektische Bewegungen! Hautflügler sind äußerst kurzsichtig und fliegen nahe an Sie heran, ohne Ihnen gleich etwas tun zu wollen.
  • Laufen Sie nicht barfuß über den Rasen! Wespen suchen dort häufig nach Nahrung, aber auch Bienen und Hummeln halten sich dort bei der Blütensuche auf.
  • Gerade Kinder sollten süße Getränke im Freien nur aus verschlossenen Gefäßen mit einem Strohhalm trinken.
  • Lenken Sie die Wespen durch entfernte Nahrungsquellen von Ihrer Terrasse ab.
  • Den Geruch von Zitronenscheiben gespickt mit Gewürznelken mögen Wespen überhaupt nicht.

 

Wenn Sie trotzdem gestochen wurden...

Stiche von Hornissen, Wespen, Hummeln und Bienen unterscheiden sich in der Wirkung kaum voneinander: Sie sind zwar schmerzhaft, bei Menschen ohne Allergien in der Regel aber ungefährlich und bedürfen keiner besonderen Therapie.

  • Kalte Umschläge oder Eisbeutel lindern den Schmerz.
  • Bei Stichen in Mund oder Hals ist jedoch wegen Erstickungsgefahr sofort ärztliche Hilfe zu rufen!
  • Bei bekannter Allergie sollten Sie sich vor Beginn der Flugsaison individuell von Ihrem Arzt beraten lassen.  

 

Wespennester

Häufig wird die Feuerwehr von besorgten und genervten Bürgern mit der Aussage "Das Wespennest muss sofort weg!" um Hilfe gebeten. Wespen erfüllen aber eine wichtige Funktion im Ökosystem, einige Wespenarten stehen sogar unter Artenschutz! Ebenso stehen Bienen, Hummeln und Hornissen nahezu komplett unter Artenschutz!

Zur Entfernung der Nester im privaten Bereich muss ein fachlich ausgebildeter Insektenbekämpfer in Anspruch genommen werden. Meist reicht aber auch eine Beratung der betroffenen Menschen aus und eine Umsiedlung oder Entfernung ist gar nicht notwendig.

Die Feuerwehr ist zur Entfernung eines Nestes nur in Ausnahmefällen zur Abwehr unmittelbarer Gefahren für Leben und Gesundheit zuständig – also in einem echten Notfall.Im normalen Leben ist das nur der Fall, wenn Allergiker mit Allergiepass oder Kinder bedroht sind. Alle anderen Arbeiten in Zusammenhang mit Wespennestern und sonstigen Nestern sind der Feuerwehr rechtlich verboten!

 

Hier bekommen Sie Hilfe

Wenn Sie ein vermeintlich störendes Wespennest in Ihrem Umfeld entdecken, holen Sie sich Rat bei der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde (Landratsamt Rosenheim). Die Telefonnummer lautet 08031 / 39201.

Schädlingsbekämpfer in Ihrer Nähe, die Ihnen ebenfalls helfen können, finden Sie problemlos über die Gelben Seiten oder im Internet.

In dringenden Fällen hilft ihnen die Integrierte Leitstelle Rosenheim unter dem Feuerwehrnotruf "112" weiter.


Weiterführende Informationen

Weitere Informationen vom Landratsamt Rosenheim zu gesetzlichen Regelungen und Umgang mit geschützten Arten von Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen finden Sie [hier].

 

 

Zusätzliche Informationen